Im Wald

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*

Im Wald spazier’ ich doch so gern,
es singen Vögel nah und fern,
die Bäume hauchen Blätterduft,
es hängt Liebe in der Luft.

So wanderte ich mal dahin,
als die Erlenkönigin
mich begrüßt und zugelacht
und gar Augen nach mir macht’.

Sie verführte mich so sehr,
hatte ich doch keine Wehr
gegen soviel Schönigkeit.
Dazu kam es bald soweit

daß wir uns küßten und umschlungen,
es verwwirrten unsere Zungen,
streichelten dann unsere Hände
unsere Körper ohne Bände.

Wir waren doch so verliebt,
aber jeder weiß: es gibt
keine Märchen ohne Ende,
kam für uns dann auch die Wende.

Wenn ich heut’ hineinspazier’
im Wald, such ich vergebens ihr,
bin ich nicht mehr gut geläumt.
War sie echt, oder geträumt?

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